Duftstoffe und deren Funktion

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Warum gibt es Duftstoffe? Welche Funktion haben sie?

close up photography of woman smelling pink rose
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Düfte haben eine sehr vielfältige Funktion, sie sind für die Kommunikation zwischen Lebewesen wie Tiere und Pflanzen zuständig, z.B. lockt der Duft einer Blume Bienen an. Wir Menschen verwenden Düfte in Parfums, Kosmetika, Reinigungsmittel, Duftkerzen oder sogar in Taschentüchern. Es gibt rund 3000 Riechstoffe, diese können natürlicher Herkunft sein oder synthetisch erzeugt werden.
Der Duft ist ein stark polarisierendes Thema, weil Gerüche oft mit sehr intensiven Emotionen verbunden sind, z.B. der Geruch im Krankenhaus erzeugt bei den meisten Menschen negative Gefühle im Gegenzug verursacht das Parfum der Partnerin oder des Partners eine vertraute Stimmung im Körper.

Aber wie sieht es mit unserer Gesundheit aus?

Duftstoffe können allergische Reaktionen verursachen, meistens durch direkten Hautkontakt. Durch Inhalation entstehen in seltensten Fällen Allergien, abgesehen von Unverträglichkeiten in Form von persönlichen Aversionen, die Unwohlsein oder Kopfschmerzen verursachen. Es ist nicht immer leicht eine Duftstoffallergie zu entlarven, denn es gibt eine große Anzahl an Allergie-auslösenden Substanzen in der Umwelt und in unseren Nahrungsmitteln. Sehr häufig oder hauptsächlich kommen wir in Kontakt mit Duftstoffen durch die Verwendung von Kosmetika, wie Duschgele, Gesichtscremen, Rasierwasser und Shampoos, usw.

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Photo by Alena Darmel on Pexels.com

Die Gesetzgebung (EU-Kosmetikverordnung) stuft 26 Duftstoffe, die in Kosmetika verwendet werden, als Stoffe mit allergenem Potential ein. Diese Duftstoffe müssen auf einem kosmetischen Produkt, als Inhaltstoffe (INCI) angeführt werden, wenn sie eine bestimmte Konzentration überschreiten. Hierbei wurde allerdings nicht unterschieden zwischen natürlichen und künstlichen Duftstoffen, kritisieren wiederum viele Aromaexperzen. Ihr Argument liegt darin, dass deklarierte „Allergene Riechstoffe“ in einem natürlichen Verbund von Duftstoffen nachweislich ein geringeres allergenes Potential aufweisen als künstlich hergestellte Düfte. Weiteres entstehen oftmals Hautreaktionen verursacht von Korbblütlern wie z.B. der Kamille, hier handelt es sich aber laut Expertenmeinungen oft um eine Reaktion auf die bei Kamillen eingesetzten Pestizide. Ja, das Thema „Duftstoff – Allergie“ wird oft sehr kontrovers diskutiert.
Fakt ist, dass bei viele Menschen durch Duftstoffe lokale Entzündung bzw. Reizungen der Haut entstehen können (Kontaktallergie). Typische Anzeichen hierfür können sein: Rötungen, Bläschen, Nesseln und in weiterer Folge Austrocknung und Abschuppung von Hautzellen.
Auf jeden Fall sollte jeder der eine derartige Reaktion auf seiner Haut beobachtet, diese sehr ernst nehmen. Ratsam ist es, einen Hautarzt auf zu suchen, um eventuelle Unverträglichkeiten abzuklären oder die Allergieambulanz zu kontaktieren, um den Duftstoff-Übeltäter zu entlarven – wenn es einer ist. Hilfreich sind auch wie schon beschrieben die Inhaltstoffe (INCI) des kosmetischen Produkts. Vielleicht kannst du ja selber herausfinden, dass bei Produkten, die du nicht verträgst, immer wieder das gleiche Allergen aufscheint.
Dazu findest du am Ende dieses Textes die Liste der 26 potentiellen allergieauslösenden Substanzen, die in Kosmetika Verwendung finden.

Tipps bei sensibler Haut

Wenn dir grundsätzlich die Sensibilität deiner Haut bewusst ist, würde ich dir persönlich raten: Sei aufmerksam und achte bei allem was du auf deine Haut aufträgst, auf dein Gefühl und wie deine Haut darauf reagiert, ohne dich zu sehr von möglichen deklarierten Allergenen verunsichern zu lassen. Wenn du aber unsicher bist, dann verzichte zur Gänze auf Produkte mit Duft, hierbei bist du auf der „fast“ sicheren Seite.

Von unserer Spezialistin Gerda

Die 26 Duftstoffe mit allergenem Potential

  • Alpha-Isomethylionone,
  • Anise Alcohol = Anisalkohol,
  • Amyl Cinnamal = Amylzimtaldehyd,
  • Amylcinnamyl Alcohol = Amylzimtalkohol,
  • Benzyl Alcohol,
  • Benzyl Benzoate,
  • Benzyl Cinnamate = Benzylzimtsäureester,
  • Benzyl Salicylate,
  • Butylphenyl Methylpropional = Lilial (ist ab März 2022 in Kosmetika verboten),
  • Cinnamal,
  • Cinnamyl Alcohol = Zimtalkohol,
  • Citral,
  • Isoeugenol,
  • Citronellol,
  • Coumarin,
  • Eugenol,
  • Evernia Prunastri Extract = Eichenmoosextrakt,
  • Evernia Furfuracea Extract = Baummoosextrakt,
  • Farnesol,
  • Geraniol,
  • Hexyl Cinnamal = Hexylzimtaldehyd,
  • Hydroxycitronellal,
  • Hydroxyisohexyl 3-Cyclohexene Carboxaldehyd = Lyral (ist mittlerweile verboten und sollte in deiner Kosmetik nicht mehr auftauchen),
  • Linalool,
  • Limonene = d-Limonen,
  • Methyl 2-Octynoate;
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